Lago Maggiore 11

 Zum Lago Maggiore

 Es wird Zeit sich aus Castiglione del Lago zu verabschieden, vor allem aber von der Albergo La Torre. Ich werde herzlichst verabschiedet, Hände werden gedrückt und ein dickes Lunch Paket gibt es noch extra dazu (wer soll das alles essen …). Ich denke, ich werde sicher wiederkommen, selten habe ich mich so wohl gefühlt. Also wer mal ne Unterkunft hier in der Gegend sucht – ganz klare Empfehlung von mir!

Hinter Siena verlasse ich die Schnellstraße und schlage mich auf das grade wohl durchs Gebüsch. Irgendwo werde ich schon rauskommen. Die Leute, die stur nach Navi fahren, werden das kaum verstehen, mir macht das aber Spass. Man sieht dies und jenes manchmal gibt es aber auch nen Griff ins Klo. Aber mit diese Methode bin ich die letzten 30 Jahre gut gefahren, um nicht zu sagen, sehr gut sogar.

  • Rapallo-10
  • Rapallo-10
    Rapallo-10

    Bei Pisa gönne ich mir ein Stück Autostrada und überbrücke etwas Distanz umso mehr Zeit zu haben. Zeit um z.B. Rapallo an zu sehen. Das ist Leben pur auf engstem Raum, Mittelmeer auf der einen Seite, die Berge des Apennins auf der an Seite. Viel Platz ist hier nicht, aber selbst der letzte Meter wird bebaut. Unmengen von Gross- und Kleinrollern bevölkern die Straßen, mit der Dose hat man hier keine Chance angemessen zügig voranzukommen. Alt und Jung sind auf ihren Yamaha Max oder Vespas wahre Artisten auf der Suche nach der kleinsten Lücke im Stau. Und sie finden sie! Ich sehe und staune, praktisch noch ne Art Bildungsurlaub für mich.

    Irgendwann langt es mir und ich fahre wieder auf die Autostrada. Nun folgt der Teil für den Popo, äh Po Ebene. Das ist dann schon etwas ätzend, das Sitzfleisch und ich gehen konform – das braucht kein Mensch. Alle 100 Km ein Stopp, Café trinken und ausgiebig Beine vertreten. Nach einer gefühlten Ewigkeit taucht die Silhouette der Alpen am Horizont auf. Jubel, Froi gleich bin ich da, ist zwar nicht ganz so aber es zeichnet sich das Ende der Etappe ab.

  • Lago Maggiore
  • Lago Maggiore
    Lago Maggiore

    Das Hotel meint es gut mit mir und ich habe ein wunderbares Zimmer mit Aussichtsterrasse und Blick auf den See sowie genügend Steckdosen für den ganzen elektrischen Krimskrams, den man mit sich rumschleift. Nicht selbstverständlich.

    Das Restaurant weiß mit lokalen Spezialitäten zu überzeugen und ich lasse bei einem vorzüglichem Glas Rotem aus Albi/Piemont die paar Tage Revue passieren. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit Rosso nach Italia zu fahren. Autobahn zu fahren ist sicher nicht das Ding der Ducati, es geht aber, wenn man beide Augen zudrückt. Die kleinen Pässe in den Marken oder Umbrien, das ist das Revier des Landstraßenräubers. Die Landschaft Italiens und ich, never ending story.

    PS: Ich hatte im Mimoto Reiseforum einige Bilder der Erdbeben Region in den Monti Sibillini vorab eingestellt. Daraufhin wurde zu einer Spende für die betroffene Region aufgerufen und es kamen durch die Forummitglieder*innen die stolze Summe von 1000€ zusammen. Das Geld wurde über eine NGO den Bewohnern von Castelluccio zur Verfügung gestellt.

    Einen ganz herzlichen Dank den Spendern!

    Sowie einen besonderen Dank an Liane für die Bären und Steph fürs Kümmern!

  • Orsolino
  • Orsolino
    Orsolino

     

    Sonntag, April 28, 2019 4963
    Es war noch tiefster Winter, draußen war es kalt und regnerisch. Für (Motorrad) Reisende die schlimmste Zeit des Jahres 😊 Da neige ich schon mal dazu, allerlei Reiseportale abzuklappern und Preise zu vergleichen. Sicher gibt es die Möglichkeit mit dem Flieger in ein paar Stunden irgendwohin zu düsen und Wärme zu genießen. Ist aber nicht so mein Ding. Dann fiel mir ein, dass ich ja schon lange nicht mehr in Paris war ….
    Dienstag, Juni 25, 2019 49693
    Ich könnte ja mal wieder etwas wegfahren. Oder, spricht wohl nix dagegen? Dann hätte ich etwas Neues für die Homepage und etwas Rotwein im Topcase auf der Rückfahrt. Eigentlich ne gute Idee von der alle etwas haben. Nur wohin … grübel, grübel, denk … Meine große Schatzkiste mit den ganzen Michelin Karten mit elegantem Schwung aus dem Regal genommen und etwas Inspiration geholt. Andalusien … zu weit. Toskana, hmpf … war ich zu oft in letzter Zeit. Die Abteilung der französischen Karten kommt mir in einem Rutsch entgegen und die Entscheidung ist, neben einem Haufen Karten, gefallen – La Bourgogne wird es. Da war ich schon länger nicht mehr, was mir eigentlich völlig unverständlich ist. Mon dieu, wie konnte ich die Region so vernachlässigen.
    Samstag, März 09, 2019 384
    Es kam wie es kommen musste, und das schon im Februar. Die Wetterfrösche quackten was von 20 Grad und solch eine Prognose sollte tunlichst ausgenutzt werden. Nutzen in dem Sinne, dass endlich mal wieder eine etwas ausgedehntere Moto Tour möglich ist. Selbstverständlich sollte man nicht gleich zu Anfang der Saison zu Übertreibungen neigen, aber eine kleine Stippvisite bei Nachbars sollte doch drin sein. Mal was anderes wie der heimische Kirchturm war im Visier.
    Freitag, Juli 12, 2019 265
    Die Tour de France im Alsace. Ein kleiner fotografischer Bericht aus dem Nachbarland und dessen Leidenschaft für Radrennen