Fès

Die Stadt am Rande des Rif Gebirges wird unser zu Hause für die nächsten 2 Tage sein. Direkt am Bahnhof der alten Königsstadt haben wir uns im Hotel IBIS für 63 € die Nacht einquartiert. Was soll man sagen, es gibt schlimmeres J Die Zimmer entsprechen dem europäischen Standard der Hotelkette und der riesige gepflegte Garten mit hohen Palmen und großem Swimming Pool lädt zum Verweilen und Relaxen ein. Nur ab und zu ein Hupen der Lokomotiven vom nahen Bahnhof ansonsten herrscht eine himmlische Ruhe mitten in dieser quirligen Stadt. Die Yamaha steht sicher in einem abschließbaren Hinterhof des Hotels (kostet also kein Geld für einen selbsternannten Wächter) und wir machen uns noch am gleichen Tag auf um die berühmte Medina zu besuchen.

fes01
 
Camera
Canon EOS 7D
Focal Length
24mm
Aperture
f/9
Exposure
1/250s
ISO
250
 
Camera
Canon EOS 7D
Focal Length
24mm
Aperture
f/9
Exposure
1/250s
ISO
250

Da der Weg zu Fuß einfach zu weit ist, beschließen wir ein Petit Taxi zu nehmen. Diese Petit Taxis sind ein marokkanische Spezialität, man kann in der Regel sehr günstig im Stadtbereich herumfahren.. Im Gegensatz zu den Grand Taxis dürfen sie nur im Stadtbereich fahren. Den Typ an der Rezeption mit dem freundlich Dauergrinsen gefragt, was denn der ungefähre Preis für die Strecke wäre, meint er, so 25 Dirham (2,50Euro) wären angemessen. Ok, für den Preis macht in Deutschland niemand was und der Taxi Fahrer lässt die Tür zu. In Fès gelten halt andere Preise. In den uralten Fiat Uno oder Peugeot 205 fehlt es an allem, meist auch an Taxametern. Manchmal funktionieren sie nicht, manchmal wollen sie nicht funktionieren Daher muss man den Preis vor Beginn der Fahrt verhandeln. Der Fahrer wollte 30DH, ich sag 20 Dh also Einigung bei 25 DH. Auf der Rückfahrt haben wir dann ein Taxi neuester Bauart in Form eines Dacias mit Taxameter erwischt und haben 10 DH bezahlt. So hat man immer was zu erzählen, wenn man aus dem Urlaub kommt.

Panorama Foto von Fes

Die Altstadt ist schon etwas Besonderes. Die engen verwinkelten Gassen, die vielen Menschen die herum wuseln, dazu Hund , Katze, Esel, Schafe und sonstiges Viehzeug in all dem Chaos, fremde exotische Gerüche, der Gestank im weltberühmten Gerberviertel und last but not least der allgegenwärtige Müll. Es lässt sich schwer mit Worten beschreiben, man muss es selbst erlebt haben. Der erste Besuch hat uns etwas verzweifeln lassen, angesichts des Gewirrs aus Gassen und dunklen Ecken, so dass wir am nächsten Tag mit einem lizensierten Führer der Altstadt noch einen Besuch abstatteten. Das war wirklich sehr interessant was er zu erzählen hatte und wir kamen in Ecken von denen wir nichts geahnt hatten. Vereinbart waren 150 Dirham Lohn für die Führung, dümmlicher Weise konnte er den 200 Dirham Schein nicht wechseln … was ein Zufall!

fes37
 
Camera
Canon EOS 7D
Focal Length
28mm
Aperture
f/9
Exposure
1/400s
ISO
250
 
Camera
Canon EOS 7D
Focal Length
28mm
Aperture
f/9
Exposure
1/400s
ISO
250

Es gäbe sicher noch das Eine oder Andere noch in Fès zu sehen , einige Tage ließen sich hier noch verbringen, aber es kribbelte langsam in den Fingern. Die Sitzmuskeln meldeten entspanntes grünes Licht und die Yamaha war frisch gewaschen. Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Süden. Das nächste Ziel, welches wir uns gesetzt hatten war Errachidia, also ab in die Wüste.

 

 

fes01
fes01
fes02
fes03
fes04
fes05
fes06
fes07
fes08
fes09
fes10
fes11
fes12
fes13
fes14
fes15
fes16
fes17
fes18
fes19
fes20
fes21
fes22
fes23
fes24
fes25
fes26
fes27
fes28
fes29
fes30
fes31
fes32
fes33
fes34
fes35
fes36
fes37
fes38
fes39
fes40
fes41
fes42
fes43
fes44
fes45
fes46
fes47
fes48
fes49
fes50
fes51
fes52
fes53
fes54
fes55
fes56
fes57
fes58
fes59
fes60
fes61
fes62
fes63
fes64
fes65
fes66
fes67
fes68
fes69
Samstag, Oktober 19, 2019 1049
Die ganze Zeit habe ich das Wetter unter Beobachtung. Nein, nicht hier an der Bergstraße, das gibt keinen Anlass zur Klage, im Gegenteil. Ich starre auf den Stiefel, auch als Italien bekannt. Die letzten Jahre ist dort nicht mehr eitel Sonnenschein, sondern mitunter sehr durchwachsen. Das Wetter ist halt ein Faktor, der den Moto Fahrer an sich und mich besonders interessiert. Noch mal kurz eine Woche eintauchen in die Abruzzen, Faszination pur für mich. Danach ist es dann bald vorbei mit der zweitschönsten Sache der Welt und die Phase der eingeschränkten Mobilität beginnt. Neugierig geworden ….?
Dienstag, Juni 25, 2019 51026
Ich könnte ja mal wieder etwas wegfahren. Oder, spricht wohl nix dagegen? Dann hätte ich etwas Neues für die Homepage und etwas Rotwein im Topcase auf der Rückfahrt. Eigentlich ne gute Idee von der alle etwas haben. Nur wohin … grübel, grübel, denk … Meine große Schatzkiste mit den ganzen Michelin Karten mit elegantem Schwung aus dem Regal genommen und etwas Inspiration geholt. Andalusien … zu weit. Toskana, hmpf … war ich zu oft in letzter Zeit. Die Abteilung der französischen Karten kommt mir in einem Rutsch entgegen und die Entscheidung ist, neben einem Haufen Karten, gefallen – La Bourgogne wird es. Da war ich schon länger nicht mehr, was mir eigentlich völlig unverständlich ist. Mon dieu, wie konnte ich die Region so vernachlässigen.
Dienstag, Oktober 29, 2019 1054
Das letzte Oktober Wochenende des Jahres 2019 verspricht mit schönem Wetter und Sonnenschein ideale Bedingungen für eine Ausfahrt ins Jura. Indian Summer, knallige, bunte Farben in den Wäldern, draußen sitzen und noch Eclairs und einen Café in der wärmenden Sonne zu genießen. Das sollte viel Spaß verheißen, warum aber teuer? Tja einfach weiterlesen, dann gibt es des Rätsels Lösung.
Sonntag, April 28, 2019 5452
Es war noch tiefster Winter, draußen war es kalt und regnerisch. Für (Motorrad) Reisende die schlimmste Zeit des Jahres 😊 Da neige ich schon mal dazu, allerlei Reiseportale abzuklappern und Preise zu vergleichen. Sicher gibt es die Möglichkeit mit dem Flieger in ein paar Stunden irgendwohin zu düsen und Wärme zu genießen. Ist aber nicht so mein Ding. Dann fiel mir ein, dass ich ja schon lange nicht mehr in Paris war ….