Les Cols et les Gorges

eine Fahrt über Pässe und durch Schluchten Der Reisebericht zu einer Tour in den Süden Frankreichs
Das erste , von vielen, Highlights im Verlauf der Tour , der Gorges de la Bourne! Eine Schlucht wie aus dem –französischen – Bilderbuch . Wieso gibt’s sowas eigentlich bei uns in Deutschland nicht ? Erinnerungen an die Cevennentour vom letzten Jahr werden wach. Aber jede Gegend hat ihre eigenen Reize. Am besten mal das Video ansehen und sich die Fotos zu Gemüte führen.Pont-en-Royans liegt am Ende des Gorges de la Bourne und bildet einen würdigen Abschluss der Schlucht. Ein Städtchen wie aus dem Bilderbuch. Die Häuser pittoresk an und auf die Felsen gebaut. Schaut euch die Fotos an … die sagen mehr als 1000 Worte. Mit den dicken Moppedklamotten wurde es hier unten im Tal langsam aber sicher zu warm. Also Helm auf und weiter zum Combe-Laval.
Der Mont Ventoux – der Gigant der Provence
Der vollkommen vegetationslose Gipfel sieht aus wie ne Mondlandschaft. Der Anstieg von Sault führt durch die o.g. Lavendelfelder und ausgedehnte Wälder relativ flach in Richtung Gipfel, bis ca 6 KM vor dem Gipfel in 1000 M höhe der enorme restliche Anstieg beginnt. Und auch hier wieder … Fahrradfahrer ! Kurz vor dem Gipfel ist ein Mahnmal für einen Teilnehmer der Tour der France. Der ist hier infolge von Doping gestorben. Oben angekommen weht uns ein eiskalter Wind entgegen. Keine 5 Grad hats hier oben in 1900 m Höhe. Paar Fotos gemacht und schnell wieder runter in Richtung Carpentras. Die Angstnippel der Fußrasten nehmen rapide ab .
Das Hotel L´Univers ist unser Domizil für diese Nacht. Am besten nicht darüber sagen bzw schreiben. Viel Geld für nichts ! Und das Übelste des Tages ....kein vernünftiges Restaurant in der Nähe. Wg 1. Mai alles zu und die Stadt wie ausgestorben. Ein vietnamesischer-thaländischer Chinese hat als einziges offen. Muss man sich nicht unbedingt in Franreich geben, aber der Hunger treibt uns dorthin.
Grand Canyon du Verdon – die Mutter aller Schluchten
Die andere Möglichkeit um in die Schlucht zu kommen ist ...laufen. Man kann die ganze Schlucht durchwandern, was aber seine Zeit dauert und entsprechende Ausrüstung voraussetzt.. Die Kurzversion, die wir nutzten, lautet von Castellane auf der D952 kommend geht es nach ein paar Kilometern von der Hauptstrasse ab und die D23B führt auf den Grund des Canyons. Dort geht’s dann zu Fuss weiter ! Mehrere Tunnel ermöglichen einen Spaziergang auf dem Grund des Verdon. Allerdings sollte man unbedingt ne Taschenlampe dabei haben sonst wird das Ganze nichts.
In Aiguines fanden wir ein richtig kleines und schnuckeliges Hotel. Wie aus dem Bilderbuch und mit einem fantastischen Blick über den See. Das „Altitude 823 “ ist absolut zu empfehlen. Das trifft natürlich auch auf die Küche zu.Castellane war am nächsten Tag der erste Caféstopp. Ziemlich touristisch das Ganze und jede Menge Campingplätze lassen erahnen was hier im Sommer los ist. Weiter gings zum Gorges du Loup. Die Fahrerei im Hinterland der Cot dAzur ist erste Sahne und wird wohl mal ne eigene Reise in die Region werden. Sehr gut ausgebaute Strassen mit schnellen Kurven reizen zur etwas flotteren Gangart. So sieht dann auch der Vorderreifen aus.
Tja und die Heimfahrt am nächsten Tag ? Übelst ! 6 Stunden im Starkregen, bis hinter den Gotthard. Dann klarte es langsam auf und und die Regenklamotten konnten wieder im Koffer verschwinden.
Irgendwann ist man/frau auch froh wenn das Mopped aus ist …
Aber die Planungen für die nächste Tour laufen ja schon …wohin ? Keine Ahnung
Ich bin zwar der französischen Sprache schon etwas mächtig, wobei ich allerdings mächtig Nachholbedarf hab. Vor allem im gastronomischen Bereich ...französische Speisekarten sind nichts für Leute ohne entsprechende Grundkenntnisse. Da kann man ganz schnell sein persönliches Waterloo im Restaurant erleben. Alternativ gibt’s sonst halt nur Pizza, Steak oder Fastfood, wobei man dann einen wesentlichen Teil Frankreichs verpasst. Deswegen gehörte diesmal ein Essdolmetscher „ Wörterbuch der Gastronomie“ zum erweiterten Hausrat im Topcase. In diesem Buch sind allein ca 61 verschiedene Zubereitungsarten für Kartoffeln aufgeführt Hat sich jedenfalls gelohnt, da wir nun auch die Feinheiten lesen und vor allem verstehen konnten :-)
Aktualisiert (Freitag, den 15. Januar 2010 um 18:56 Uhr)