Zwischenspurt
Guten Tag,
Lust auf nen kurzen Reisebericht in die Vogesen und Schwarzwald ? Ist nicht viel zu lesen, wir waren nur einen halben Tag unterwegs .

Um 12:30 Uhr war Abfahrt und nach 5 Kilometern schon der erste Halt. Geplant war mit den paar Tropfen im Tank noch bis nach Lauterbourg /F zur nächsten billigen Tanke zu fahren. Aber die deutsche Mineralölindustrie hatte mal wieder ihre Tage. Gestern kostete der edle Tropfen ( 2010 er Jahrgang) geschlagene 1.40 Euro pro Liter. Heute dagegen. passend zur Tour, gabs die gleiche edle premier Cru für 1.33. Also das Fässle der FJR bis zu Rand gefüllt und die Tourplanung über den Haufen geworfen.
Ab Baden-Baden steht an der A5 ein Schild, welches uns verkündet : 6 spuriger Ausbau auf insgesamt 41 Kilometer Länge. Wir danken dem Herrn Minister des Autobahnausbahnwesen und fahren in der Mitte durch Stau gen Offenburg. Wahrscheinlich werden wir im gesetzten Rentenalter den erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten freudig begrüßen und dabei BMW fahren ...
Die Weinberge südlich von Obernai, der Route des Alcoholics (auch bekannt als Route des Vins
) immer folgend, ist eigentlich ne Alternative zum ewigen Bergauf- Bergab der Vogesen. Schlechte Weine gibts hier sicher nicht, die Ortschaften sind nett anzuschauen und optisch, mit Unmengen an Blumen und Gestrüpp sehr nett anzuschauen ...aber der alten Gashand wird das mit der Zeit zu langweilig. Ausserdem mault Madame la Sozia was , von wegen .... ewig Käffer ... das hält doch kein Arschbäckle aus.

Durch das Val d´Argent geht die Reise weiter bis in Sainte-Marie-aux-Mines der Abzweig zum Col des Bagnelles kommt.Es gibt schönere Städte als dieses hier. Der wirtschaftliche Niedergang ist unübersehbar. Aber kurz nachdem das Ortsschild hinter uns liegt, fängt wieder eine dieser kleinen aber feinen Passstrassen, welche die Vogesen bei Moppedfahrern so beliebt machen, an. Der Pass erlaubt es den Fussraten sich von Flugrost zu befreien. Der Hinterreifen ist neu und muss für kommende Ereignisse gebührend eingefahren werden.
Die Route des Cretes bin ich schon ewig nicht mehr gefahren. Also in ihrer ganzen Länge. Normalerweise geht es ja in den Vogesen immer hoch und runter, Pässe ohne Ende und von erster Güte , aber ab und zu kann man ja mal die bekannte Höhenstraße unter die Metzler Z6 nehmen. Dümmlicher-weise sammeln sich immer alle Wolken an den Gipfeln der Berge, was ne schlechte Angewohnheit ist. Geregnet hats nicht aber das Licht zum Foten war einfach nur sehr bedingt ...

Was sagt uns der blickt zur Uhr ...o la la ... reichlich spät schon ! Also am Markstein die direkte Linie gewählt und keine Kringel mehr gedreht. Guebwiller im Tal ist schnell erreichtund das heisst Ruhe für die Fussraster sowie für die Besatzung der FJR. Man kann in den Dämmermodus verfallen bis die andere Seite der Rheinebene erreicht ist. Aber ganz so schlimm ist es aus nicht . Der Kontrast zu den Bergen ist auch was Nettes . Ewig durch Maisfelder fahren hat was für sich - echt.Man kommt sich vor wie in den Landes (südwest Frankreich/Atlantik) oder halt wie über den grossen Teich bei den USlern.

Dann kommt der Rhein wieder als natürliche Barriere zwischen Franreich und Deutschland und schon ist der Schwarzwald zum greifen nahe- optisch zumindest- zu fahren ist es noch ne Ecke. Freiburg bleibt mal wieder - leider - links liegen und das innere Navi schickt uns ins Tal der Elz. Waldkirch passiert man ja per Ortsumgehung, aber dann ist die Schnellstrasse vorbei und man kommt wieder durch die Orte. Nicht sehr schön für die Leute die dort wohnen, aber für hungrige Reisende sehr angenehm. Es reiht sich ein Gasthaus an das andere. Wer die Wahl hat , hat die Qual .
Elzach - das Gasthaus zum Bären - die überaus freundliche Bedienung bringt uns unser erwartungsvoll erwartetes Essen. Ist echt schlimm wenn man Hunger hat ...

Wurstsalat mit Brägele
DAS Highlight des Tages ! Was ist mit Vogesen, was mit Schwarzwald ... alles vergessen
Dafür lohnt es sich 620 Kilometer auf dem Motorrad zu fahren. Bergauf, Bergab, Kurve rechts, Kurve links
Gut gestärkt kommt der unangenehme Teil. Rückreise auf der Autobahn gen Norden. Aber im Dunkeln durch den Schwarzwald ist auch nicht so prikelnd, von daher fügen wir uns und sind schliesslich nach 9 1/2 Stunden wieder zuhause - Hat sich echt gelohnt unser kurzer Zwischenspurt als Training für díe längeren Reisen , die da noch kommen werden.
Demnächst mehr !
Der Link zur Wurstsalatseite (für nicht Badener eher unverständlich ...hat was mit Kultur zu tun)
Aktualisiert (Mittwoch, den 22. September 2010 um 15:44 Uhr)
