Versprochen hatte ich es meiner Tochter ja schon lange …Aber nun klappte es wirklich und wir konnten auf grosse Tour gehen

 Zwei Tage Jura waren angesagt! Die Route sollte uns von Basel über diverse kleinere Orte in Richtung Genf führen. Mimoto fand die Idee auch ganz passable und entschloss sich uns anzuschließen. Natürlich auch mit Sozius – in diesem Fall sein Sohn Sven.


Michael und Sven auf Tour 

 

 

Die Wettervorhersage für Ostfrankreich war allerdings nicht besonders. Gewitter waren für die Gegend angekündigt.

Aber mal der Reihe nach … Die Anfahrt über die A5 bis kurz vor Basel war wie üblich – langweilig. Sven maulte schon etwas und wollte endlich Kurven sehen. Aber in Ferette war erst mal Cafepause angesagt, und um allen Unkenrufen vorzubeugen gabs schon mal was essen. Dermaßen gestärkt konnte es endlich losgehen. Richtung Delemont zum Gorges du Pichoux als erstes Ziel –leide war die Schlucht gesperrt, so dass wir auf direktem Weg nach Goumois fuhren. Ein kleiner Grenzort der sehr idyllisch im Doubstal liegt. Erste Fotosession war angesagt, und die Kids konnten sich mal die Beine vertreten. Von dort zum Lac de Biaufond ist es nur ein Katzensprung. Michael war ja noch nie hier, und für mich ist das jedes Mal ein Pflichtstopp wenn ich in der Gegend bin. Einfach ein herrliches Plätzle ;-) 

Weiter zur Quelle der Doubs sollte uns der Weg führen – aber das erste Gewitter zwang uns zu ner Pause unter dem Vordach eines grossen Bauernhofes. Es schüttete wie aus Kübeln. Gott sei Dank aber nicht von langer Dauer, so dass  die Reise weitergehen konnte. Aber je weiter wir nach Süden fuhren um so bedrohlicher wurden die dunklen Gewitterwolken. Während der Mittagspause (!) entschieden wir uns dann aus dem Jura raus zu fahren und die Autobahn in Richtung Genf zu nehmen. Bei Nyon wollten wir noch mal versuchen ins Jura zu fahren, was allerdings angesichts der riesigen Gewitterwolken schnell verworfen wurde. Nach kurzer Beratung stand das neue Ziel fest …ab in die Französischen Alpen.

Genf war schnell erreicht und per Route National war  Annecy ins Visier genommen. Der obligate Stopp an der Pont de Caille , weil ja die Kids das noch nicht gesehen haben. Ich war ja erst vor 4 Wochen hier.In Thones fanden wir noch kurz vor Beginn eines heftigen Regenschauers ein Hotel. Hotel du Midi   Der übliche Tarif zur Zeit 50 € fürs Doppelzimmer und auch nicht weiter erwähnenswert... Schlicht, einfach und sauber. Bemerkenswert ist allerdings das Abendessen gewesen! Nachdem erst ne Pizzeria bzw deren Speisekarte in Augenschein genommen wurde, fand sich dann doch noch ein vernüntiges französisches Restaurant. Menupreise von 15-20 € waren äusserst moderat und das Essen war qualitativ sehr gut. Allein die Ravioli mit Flusskrebsen in einer Fischsuppe waren ihr Geld wert. Rotwein war etwas warm aber dafür gut –Merci beaucoup Michael !

 
Der erste Blick am Morgen aus dem Fenster … der Regen hatte sich verzogen und blauer Himmel kam durch den Morgennebel zum Vorschein  Typisches französisches Frühstück L aber manche Leute brauchen halt was im Magen bevor es losgeht .Der Col de Aravis war der erste Pass des Tages , weitere sollten folgen. Die Berge sahen im Morgenlicht aus wie gemalt! Ein herrlicher Anblick dem bald Weitere folgen sollten. Die Strasse nach Flumat und weiter nach Les Saisies ist absolut zu empfehlen. Berg und Tal vom Feinsten.
 

Der Anstieg zum Cormet de Roselend wurde durch frische Kuhfladen „erschwert“. Jedesmal wenn ich an so nem frischen Haufen vorbeifuhr stieg eine schwarze Wolke aus Mücken auf. Michael hatte dann das „Vergnügen“ mit den Viechern auf Scheibe und Visier. Oben am Stausee angekommen, hatten wir dann die Verursacher der Dunghaufen eingeholt. Eine Bauersfamilie trieb die Rindviecher auf die Sommeralm. Für alle Anwesenden eine Gaudi  sich mit den Moppeds durch die Herde zu schlängeln. Danach wurde das Event gebührend auf Speicherchips gebannt. Echt Klasse ….

In Bourg-St-Maurice war schon wieder ein Halt angesagt. Kids mussten gefüttert werden. Sollte ja keine der berühmt-berüchtigten Hungertouren werden J Die Baguettes waren aber sehr lecker und nicht mal besonders teuer. Der Col de L´Iseran hatte noch Wintersperre, was auch gut war. Wer weiss wo wir sonst noch an dem Tag raus gekommen wären. Also hoch zum kleinen St Bernard Pass. Angenehm zum fahren und recht wenig Verkehr. Auf der Passhöhe dann wieder das übliche Ritual. Kaum stehen die Bikes sind die Kids auch schon wieder im Schnee. Eine wahre Freude zu sehen wie sich die Beiden im Schnee amüsieren. Die Aussicht auf ein Eis im Aostatal ließ sie wieder aufsteigen und es konnte weitergehen. Das echte Italienische Gelati ist schon was Feines und selbst Sven war für einen Moment still – was ein Wunder J 

Die Schwüle im  Tal wich bald auf dem Anstieg zum grossen St. Bernard wieder der klaren frischen Luft in den Bergen. Die Passstrasse war zwar teilweise eine einzige Baustelle aber es wäre eh Blödsinn bei dem Panorama den Berg rauf zu heizen. Auf der Passhöhe waren die Kinder sofort wieder in den riesigen Schneehaufen am rumtollen. Immer noch besser wie den üblen Kitsch den es dort zu bewundern gibt  … Bernhardiner im alle Grössen und Materialien. Panorama Pic  

Martigny, Sion, Brig –das Rhonetal im Wallis zieht sich ewig und es gibt dort nicht viel Autobahn was die Fahrzeit verkürzen könnte. Das Sitzfleisch wurde schon arg strapaziert in den 2 Tagen aber die beiden Kids waren echt tapfer und haben sich nicht beklagt.

Das Hotel Belvedere am Furka Pass ist Pflichtstopp wenn man da hoch fährt. Der Blick auf den Rhonegletscher wird jedes Jahr etwas weniger – deutliches Anzeichen für die Klimaerwärmung. Überhaupt ist da oben schon recht viel los. Biker ohne Ende , was einen irgendwie an die Schwarzwaldhochstrasse am Sonntagmittag bei schönem Wetter erinnert. Die Pässe in der Schweiz sind teilweise extrem gut ausgebaut, so dass auch der Dümmste den Berg hochkommt. Panorama Pic 

 

Der Rest war dann nur noch Routine. Um 19 Uhr sind wir auf der Autobahn in Richtung Norden. Mit etwas Glück haben wir es auch geschafft die Gewitterwolken geschickt zu umfahren. Den allseits bekannten guten Flammkuchen in der Alten Mühle in Kittersburg gabs als Abendessen. Danach trennten sich unsere Wege.

Für Sina und mich waren es Klasse 1550 KM in aufregenden und interessanten 3 Ländern während der 2 Tage.

 

A la prochaine sag ich da mal !!!

 


 


 

 

 

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