Ätna Südseite

Der morgentliche Blick auf ´s Thermometer. 24 Grad um 8 Uhr , sieht aus als sollte es heute warm werden. Also beschliessen wir auf den Ätna zu fahren. Da oben wirds wohl kühler sein. Die südliche Route über Zafferana hoch zur Seilbahnstation beim Refugio Sapienza ist unser Tagesziel. Wer auch mal da hoch will – unbedingt Zeit nehmen – am Besten den ganzen Tag dafür reservieren ! Es lohnt sich auf jeden Fall und wer weiss wie schnell man mal die Möglichkeit hat auf nen Vulkan zu fahren.

 


Bei Giarre gehts hoch in Richtung Zafferana. Ich finde es vollkommen faszinierend, wie man durch die verschiedenen Klimazonen langsam den Berg hochfährt.Unten, am Fuss des Ätnas wachsen Zitrusfrüchte, Kakteen, Palmen. Ein Stück weiter oben waren die Kirschen und Aprikosen grad reif und wurden von diversen fliegenden Händlern am Strassenrand für billiges Geld angeboten.  Irgendwann kommen die Reben an denen der hervorragende rote Ätna Wein gedeiht. Dann kommt der Mischwald und man könnte meinen im Schwarzwald oder in den Vogesen unterwegs zu sein.

Und am Rande erwähnt , das ist eine der geilsten Moppedstrecken die ich kenne: Asphalt vom Feinsten, die Strasse perfekt ausgebaut und Kurven bis der Arzt kommt ! Sonntag morgens sind auch die einheimischen Ersatz-Rossi´s unterwegs gewesen. Da sind einige recht flott mit ihren Ducs und Blades unterwegs. Bikertreff auf dem Vulkan

 

Panoramafoto  Ätna - Blick in das Innere der Insel

mit gedrückter Maustaste lässt sich das Bild scrollen

 

Die Mauern am  Strassenrand sind schon länger aus schwarzen Steinen geschichtet und wenn man die ersten erkalteten Lavaströme sieht, weiss man was Sache ist. Über der Baumgrenze wird es dann echt krass. Mit zunehmenden Höhenmetern sieht man zum ersten Mal wie gigantisch diese Ströme sind. Auch sieht man die vielen kleinen und grossen Krater aus denen sie gespeist wurden. Das Bergmassiv sieht aus wie mit Pockennarben überzogen. Am Refugio in 2300 m Höhe angekommen geht´s zur neuen Seilbahnsation. Die alte wurde vor ein paar Jahren durch einen Ausbruch zerstört. 26 Euro kostet die Fahrt, wer noch weiter hoch hinaus will und mit den Gelände Unimogs sightseeing machen will löhnt 50 Euro.Das war uns dann zuviel und wir beschlossen nur die Seilbahn zu nehmen.

An der Endstation haben wir dann die Gegend auf eigene Faust erkundet.Das ist schon ein Erlebnis da oben rum zu laufen . So stellt man sich ne Mondlandschaft vor. Da wächst nichts mehr ausser ein paar Flechten. Staub überall, übersäht mit Lavabrocken und Steinen. Eine Wolkenwand schiebt sich über einen Kraterrand und man meint in den Schlund zur Hölle zusehen.

Auch wenn ich mich wiederhole ... wirklich sehenswert das Ganze und es hat auf mich tiefen Eindruck gemacht. Fotos hab ich genug geknipst und können in der Gallerie betrachtet werden

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren