Anreise

5:45 Uhr Autobahn ...here we come ...und 12 Stunden später nach 1150 Km gefahrenen Kilometern knistert der Motor der FJR etwas von der Abwärme. Es geht doch nichts über nen vorzüglichen Tourer. Da sind solche Etappen kein Problem. Am Lago Bolsena, im gleichnamigen und sehr netten Ort mit historischem Gemäuer, wird im Hotel „ Ai Platani“ Quartier für eine Nacht gemacht. Das Doppelzimmer kostet uns 68 Euro mit, wie sich am nächsten Morgen rausstellt, gutem Frühstücksbuffet. Ebenso erfreulich gestaltet sich das Abendessen in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Hotels. Gut, reichlich und durchaus angemessen im Preis. Nur der ½ Liter Rotwein war nicht so ganz der Hit. Normalerweise bekommt in Italien immer nen guten Tischwein, diesmal war´s kein Essig, sondern Zuckerwasser – Pfui Teufel...

 

Am nächsten Morgen fahren wir über Viterbo auf die Autobahn nach Neapel. Das erste ziel des Tages lautet : die Amalfi Küstenstrasse. Wer mal in der Gegend ist sollte sich das unbedingt „antun“ . Eine Landschaft wie eine kitschige Filmkulisse. Eng an die Steilküste gebaute Dörfer und Städte. Sehr pittoresk das ganze und schön an zuschauen. Da kaum Verkehr ist macht das Fahren auf den engen kurvenreichen Strassen auch spass. Möchte nicht wissen was hier im Sommer los ist – Dauerstau ?

Ab Salerno kostet die Autobahn keine Mautgebühren mehr. Mal was positives bei den üblen Benzinpreisergang. Sehr Preiswert kann man hier Essen und Trinken. In einem Restaurant kostet die Pizza ab 3 Euro und der Salat dazu schlägt mit 1,50 Euro zu Buche.  Da kann man wirklich nicht maulen !

Frisch gestärkt gehts am Morgen los. Von Sapri nach Maratea gehts ein krurzes Stück am Meer entlang. Was eine Strasse ! Ein grandioses Panorama bietet sich uns und begeistert vollkommen. Man sieht von der hochgelegenen Küstenstrasse weit nach Kalabrien. Das Meer tiefblau und kristallklar, die Strände haben schon ein leichtes Karabikfeeling. Traumhaft das ganze und wir nennen die Strasse kurzerhand „Highway #1“

Es geht weiter durch die Berge des Monte Pollini. Eine Landschaft und vor allem Strassen wie für Motorradfahrer erschaffen. Nur Kurven ... gerade Stücke sind absolute ausnahmen. Dazu Berghoch und runter. Geil ! Hat aber leider den Nachteil, das an ein vorwärts kommen nicht so recht zu denken ist. Für 100 Km Landstrasse brauchen wir 2 h Fahrzeit. So wird das nichts mit Sizilien, unserem heutigen Tagesziel. Also wieder Autobahn. Die Auffahrt bei Mormanno liegt ca 1200 m hoch. Bereits kurz danach führt ein recht steiler Abstieg in die Ebene bei Cosenza. Dort bekommen wir einen vorgeschmackt was die nächsten Tage auf uns zukommt ... Hitze ! Alles beginnt am Körper zu kleben und die Lederhose saugt den Schweiss wie ein Schwamm auf.

Wer mit der Fähre Von Villa San Giovanni nach Messina will sollte das Ticket direkt an der Fähre kaufen und nicht vorher bei irgendwelchen dubiosen Händlern. Sonst droht, wie uns passiert, beschiss. 27 Euro kostet die Überfahrt, was mir recht teuer vorkommt. Zu recht , den bei der Rückfahrt kostet das gleiche Ticket 9 Euro. Mach was ...

 

Endlich in Sizilien angekommen. Knapp 60 Km später haben wir unser Ziel erreicht. Den Campingplatz in San Marco bei Giardini Naxos. Recht einsam gelegen und reichlich leer. Genau das richtige für uns. Kein Trubel und keine Hektik und ein sehr gutes Restaurant auf dem Campingplatz. Aber erst mal raus aus den dicken Moppedklamotten und standesgemässe Urlaubskleidung angelegt - kurze Hosen und Flip Flops ! In diesem Outfit gehts zum nahe gelegen Strand und in der Strandkneipe gibts 2 Bier für 4Euro und den Sonnenuntergang gratis dazu. Man könnte meinen man wär im Urlaub .



 




 

 

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