Dubai Reisebericht 2012

Bald ist es geschafft, noch ein oder zwei Warteschleifen über Dubai drehen und wir können endlich in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) landen. Es wird dann aber auch Zeit, 6,5 Stunden Flug reichen und die Platzverhältnisse in der Boeing 757 der CONDOR sind wahrlich nicht berauschend. Was wird uns also unten am Boden erwarten?

Das Einchecken im Hotel haben wir dann um 3 Uhr Nachts lokaler Zeit endlich hinter uns gebracht und das geräumige Bett lädt zur wohlverdienten Nachtruhe ein. Die Abfertigung am Flughafen hatte noch ne kleine Ewigkeit gedauert und einige Wartezeit vor der Visaerteilung in Anspruch genommen. Sogar die Warteschlangen haben hier in Dubai XXL Format. Aber nun sind wir am Ziel und freuen uns auf den nächsten Tag.

Dubai – here we come !

In Deutschland wird es laut Wettervorhersage in den kommenden Tagen einen massiven Kälteeinbruch aus dem Osten geben. Sibirische Luft mit heftigen Minusgraden soll Europa erreichen und sich breit machen. Ein kurzer Check im Internet über das kostenlose WLAN des Hotels ermöglicht uns die Klamottenfrage für den Tag zu entscheiden. Es hat heute Morgen 20 Grad und soll im Laufe des Tages bis zu 25 Grad warm werden. Also T-Shirt Wetter, aber kurze Hosen dagegen sollten in Dubai tabu sein. In einem islamischen Land ziemt es sich nicht wie in Malle am Ballermann rum zu laufen. Da wir Gäste in den VAE sind beherzigen wir diese Regel und haben da auch keine Probleme mit. Sollte es zu warm werden, gibt es genug klimatisierte Rückzugsmöglichkeiten.

Dann ist es soweit – erste Schritte in einem mir noch fremden Land. Gespannt, erwartungsvoll und etwas aufgeregt beginnen wir unseren ersten Tag in Dubai. Ulli ist ja schon mal in Dubai gewesen, sie übernimmt den Part des Guides und muss mich durch die Gegend lotsen. Die Deira City Mall ist nur ein paar Schritte von unserem Hotel entfernt, so dass sich eine erste Stippvisite anbietet. Es ist eine, für hiesige Verhältnisse , recht überschaubare Mall. Es bietet sich eine erste Möglichkeit die mitgebrachten Euros in Dirham der VAE zu wechseln. Man spart sich so die Kosten für die Transaktion am Automaten und der Wechselkurs stimmt auch. Also steht jetzt der Erkundung Dubais nichts im Weg. Der erste Eindruck im Metrosystem der Stadt, noch nie habe ich solch eine saubere U Bahn gesehen. Man könnte vom Boden essen. An jeder Ecke ist jemand der putzt, wienert oder den Boden sauber hält. Essen (auch Kaugummi kauen) und trinken sind strikt verboten und jeder weiss sich zu benehmen. Graffitis, Schmierereien oder Scherben von Bierflaschen wird man nicht finden, die zahlreich anwesende Polizei wird es zu verhindern wissen. Das Tagesticket kostet ca 2,80 Euro und man kann damit Metro, Busse und Wassertaxis so oft man will benutzen. Eine sehr günstige Art Dubai kennen zu lernen, aber leider sind die Sitzplätze in den Wagen sehr begrenzt. Nach einem langen Tag, die Füsse schmerzen, ist man dann doch geneigt mit dem Taxi zurück ins Hotel zu fahren. Für deutsche Verhältnisse kommt man auf dem schnellsten Weg sehr günstig von A nach B. Schnell kann an durchaus wörtlich nehmen, da der Preis sich nur nach gefahrenem Kilometer richtet. Ergo fährt der Chauffeur recht zügig, da nur gefahrene Kilometer Umsatz machen.

Burj Khalifa

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Die pure Größe und Höhe erschlägt den Besucher beim ersten Besuch. Was ein Monstrum aus Glas, Edelstahl und Beton, echt der Wahnsinn. Hier ist man im Dubai der Superlative angekommen. Es geht nicht schneller höher weiter (im Moment zumindest) Das ganze Ensemble , der Burj Khalifa, die Dubai Mall, die Dubai Fountain und last but not least das Hotel The Adress stellen schon was dar, für jemand der aus einem Nest mit zwei Kirchtürmen und einem Bahnhof kommt.

Dubai Marina

Vor kurzem noch Wüste – jetzt 200 und mehr Hochhäuser.

Auch hier gilt … ein Superlativ …. The Tallest Block of he World hat es mir persönlich am meisten angetan. Einfach irre die kleine Strasse zwischen diesen Giganten durch zu gehen und den Kopf nach hinten ins Genick legen. Für mich ist das das Highlight Dubai´s. Aber natürlich ist ein ausgedehnter Spaziergang durch den Harz auch ein Erlebnis …alles zu seiner Zeit.

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Ist schon irre was hier alles gebaut wurde. Die Hochhäuser sind bis zu 400m hoch (momentan-geplant sind 500m) und ich überlege wie das Alles fotografieren. Auf der Canon ist schon das Ultraweitwinkel (10-20mm) montiert, aber es passt immer noch nicht alles aufs Bild. Dann noch die Verzerrung durch die Optik, der PC bekommt was zu tun bis die Bilder halbwegs gerade ausgerichtet sind.   Aber wo sieht man sowas ein zweites Mal auf diesem Planeten ?

Leichte Fehler beim Zusammenfügen bitte ich zu entschuldigen, aber für die Tonne war´s mir zu schade

Entlang des künstlichen Flusses lässt vortrefflich Promenieren und immer wieder neue Blickwinkel auf das Ensemble der Hochhäuser können entdeckt werden. Aber es gibt auch ein sehr gutes kulinarisches Angebot, welches den müden und hungrigen Entdecker bestens versorgt. Die üblichen Verdächtigen Restaurants ( Italienisch, Französisch, Mexikanisch, Türkisch ,Arabisch. Marokkanisch …) laden ein um bei einem gediegenen Dinner mit einer Sisha die Skyline Dubia Marinas zu genießen.

Deira

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Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und den Souks lassen das ursprüngliche Leben erahnen, weg von den hohen Bürotürmen und ihrem internationalem Flair. Ein scheinbar undurchdringliches Gewusel, Menschen aller Hautfarbe und Nationalität finden hier ihr auskommen. Jede Gasse bietet verschiedene Sachen an, hier sind nur Parfüme und Duftwässerle zu erstehen, dort haben sich die Tuchhändler nieder gelassen und bieten ihre, für Europäer exotischen Waren an. Der Gold Souk ist sicher ein muss wenn man hier unterwegs ist, in allen Schaufenstern und Auslagen türmen sich die eleganten Geschmeide aus Edelmetall.

Der Hafen mit den hölzernen Daus als Kontrast zu den verspiegelten Edelstahlfassaden. Hand arbeit statt Hightech ist angesagt. Container werden noch mühevoll von Hand entladen. Alte klapperige LKW statt roten italienischen Flitzer prägen den Kontrast zu einer anderen Welt die auf der anderen Straßenseite beginnt.

Im Gewürzsouk irritieren unbekannte Gerüche die Sinne . Ein Feuerwerk für die Nase. Leider ist es hier recht touristisch, wie übrigens auch am Goldsouk ( do you want a Rolex … best quality) Aber ein paar Strassen weiter und man taucht in eine ganz andere Welt ein. Dubai für die Bewohner und weniger für die Touristen. Jegliche Art von Läden, Drogerie, Elektro, Stoffe , Videotheken und was sonst noch für den täglichen Bedarf des Lebens benötigt wird . Ein emsiges Treiben, ein Gewusel, ein wildes Durcheinander aber alles irgendwie in geordneten Bahnen verlaufend. Für den Außenstehenden leicht chaotisch wirkend aber seit langem bewährt. Das Glitzerleben der Malls ist hier fremd, wie von einem anderen Planeten. Transporteure verteilen die Waren auf ihren Handkarren, die Händler sitzen Tee trinkend vor ihren Läden und warten auf Kundschaft. Man wird freundlich angesprochen ob man nicht etwas kaufen möchte und wenn man nach ausgiebigem Feilschen um den besten Preis der ausgesuchten Ware sich einig wird, sind beide Seiten zufrieden. Wir freuen uns über die neuen Schals für Ulli und der Händler denkt sich … mehr Touristen braucht das Land.

Die Malls

Don´t mess with Texas hab ich bisher immer gedacht wenns um Grössenwahn geht. Aber nach einem ausgiebigen Besuch der Dubai Mall hab ich dann meine Meinung revidiert (was interessiert mich mein Geschwätz von gestern).

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Die Malls (Einkaufszentrum hört sich meiner Meinung nach irgendwie deplatziert an ) übertrumpfen sich gegenseitig mit immer größeren Attraktionen. Waren es z.B. in den älteren Malls ( Deira City Mall) große Kinos und Bowlingbahnen, wurde in die Mall of Emirates eine komplette Skipiste gebaut. Das Nonplusultra ist wohl im Moment die Dubai Mall. 1200 Geschäfte, ein Wasserfall, eine Kunsteisbahn mit Olympia- und Eishockeymaßen und last but not least ein riesiges Aquarium machen das Shoppen zum ultimativen Erlebnis.

Stellt sich die Frage ob man sowas braucht, aber mal so zum Ansehen hat das schon was für sich!

Abu Dhabi

Für Donnerstag haben wir uns einen Mietwagen reserviert. Ein Ausflug nach Abu Dhabi ist zur Schaich Zayad Moschee ist fest in unserem Sightseeing Programm eingeplant gewesen. Von weitem erkennt man schon die vielen Kuppeln und die vier Minarette der Moschee. Hell leuchtet der weisse Marmor in der Morgensonne und lässt uns staunen.

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Ein Sakralbau der Superlative, größter Teppich der Welt, Blattgold nicht zu knapp, komplett aus weissem Marmor, welcher mit Halbedelsteinen verziert ist. In der Moschee hat es Platz für 40000 Gläubige die unter riesigen Kronleuchtern aus Swarovski-Kristallen ihren religiösen Pflichten nachgehen können.

Es gibt Führungen , so kann sich das Gebäude fachkundig erklären lassen, aber wir besichtigen es lieber ohne Hilfe. Einfach alles auf sich wirken lassen. Freitags und an religiösen Feiertagen ist die Moschee den Gläubigen vorbehalten, aber sonst kann man auch als nicht Muslim den Bau besichtigen. Es gilt halt einige Regeln zu beherzigen, aber im Petersdom in Rom kann man auch keine Party machen ohne Ärger zu provozieren.  Ein Absolut beeindruckendes Gebäude , welches die Fahrt nach Abu Dhabi allein schon lohnt. Sicher gibt es noch mehr lohnende Ziele in Abu Dhabi um Sightseeing zu machen, aber unsere Zeit ist halt begrenzt und mit einem Abstecher durch die Wüste geht es wieder nach Dubai zurück.

Ein Fazit der Reise

Wie man meinen Zeilen entnehmen kann, bin ich reichlich begeistert von der Stadt. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich bin sicher nicht das letzte Mal in der Region gewesen.Natürlich gibt es neben viel Licht auch Schatten und man sollte sich im Klaren sein, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Kommt darauf an, ob man die Zustände hier akzeptieren will und man es nimmt wie es ist oder … Wird niemand gezwungen hierher zu kommen!


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