Peniche

An der Costa de Prata ( Silberküste – hab aber nix gefunden) wird unser letzter längerer Halt in Portugal sein. Eigentlich ist die Küste ein einziger ewig langer Sandstrand. In Peniche ist das aber etwas anders. Das kleine Fischerstädtle mit seinen 15.000 Einwohnern liegt auf einer Halbinsel, welche über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Am westlichen Ende ist das Cabo Carvoeiro mit, wie könnte es anders sein, einem 25 m hohen hohen Leuchtturm. Die bizarr und teilweise grotesk geformten Klippen sehen echt cool aus und die Digicam bekommt was zu tun. Wie aus tausenden flachen Platten aufeinander getürmt liegen die Felsen im Meer und trotzen der ewigen tosenden Brandung des Atlantiks. Direkt hinter dem Leuchtturm gibt’s ein kleines Restaurant mit ner grossen Aussichtsplattform. Von dort hat man nen klasse Blick auf die Steilküste und einen riesigen Felsen, der dort im Meer steht und den Gewalten trotzt. Echt imposant.

 

Wie auch die Festung in der Stadt. Bei der kostenlosen Besichtigung der alten Gemäuer sieht man an manchen Gebäuden noch die Gitterstäbe der Kerker. Während der Diktatur des Salazar Regimes wurden hier politische Gefangene eingesperrt.

Der Strand von Peniche hat echt was für sich ! Kilometerlang zieht sich heller feinsandiger Sand am Meer entlang. Als natürlicher Sichtschutz landeinwärts mit einem Gürtel aus Dünen umgeben. Echt fantastisch und jetzt im Juni fast Menschenleer. Ich glaube, richtig voll kann es bei der Dimension auch wohl gar nicht werden. Und da sollen wir bald wieder Heim fahren ? Einfach unvorstellbar ...

Entlang des alten Hafens gibt’s viel zu sehen. Natürlich , wie überall in Portugal, die bunten Fischerboote, jede Menge Möwen und Speisekarten. Ein Fischrestaurant neben dem anderen – herrlich. So gut und günstig haben wir schon lange nicht mehr so leckeren frischen Fisch gegessen.

Der Campingplatz kostet 10 € pro Tag, sodass wir hier eigentlich auf unbestimmte Zeit bleiben könnten. Es gefällt uns ausgesprochen gut hier. Aber die Rückreise rückt bedrohlich näher.

Obidos 

Bevor es endgültig nach Hause geht, machen wir noch nen Abstecher nach Obidos. Und wieder einen Volltreffer gelandet. Nicht nur weil das Dorf ein portugiesisches Nationalmonument ist, sondern weil es einfach nur schön ist.

Wie ein Vogelnest auf einer Bergkuppen thront Obidos umgeben von einer riesigen Mauer über einem Tal. Geht man durch das mit Azulejos geschmückte Hauptportal, kommt man in ein Städtle wie ein aus dem portugiesischem Bilderbuch. Weiss gekalkte Häuser mit bunten landestypischen Rahmen um die Fenster, hübsche kleine Läden, imposante Kirchen mit den goldgeschmückten Altären – echt wunderbar.

 

 

Der Abschied fällt uns nicht leicht !

Als wir zum Mopped zurück kommen, steht der Schwede neben seiner Affentwin, die schon vor uns da parkte. Und gleich fing die Fachsimpelei an. Woher, wohin, was ist zu empfehlen, was sollte man meiden. Der gute Mann war allein unterwegs und hatte schon 5.000 KM auf dem Buckel. Er wollte weiter nach Nordafrika um über Marokko, Algerien und Tunesien wieder zurück nach Europa zu kommen. Respekt Respekt ! (könnte wir auch mal machen...ist sicher Interessant). Ach so, bevor ich es vergesse ... In Peniche gibts auch Biker. Die haben, wie es sich gehört, nen kleines Vereinslokal, und was ich am besten Find - ein krasses Vereinslogo. 

 

 


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