im Norden
Praia da Barra hat nen riesengroßen Leuchtturm und nen Campingplatz. Und auf eben diesem Campingplatz steht unsere bescheidene Luxus Dackelgarage für ein paar Tage. Das Sitzfleisch und die Yamaha wollen eine Auszeit und etwas Ruhe. Also ließen wir die beiden auf dem Campingplatz zurück und gingen zu Fuß die Gegend erkunden.Zuerst war der Leuchtturm dran. Leider kann man nicht auf das Teil hoch gehen. Die Aussicht aus 62 m Höhe (der zweithöchste in Europa) wäre sicherlich fantastisch. Kann man nichts machen, ausser ein paar Fotos.
Und wo steht so ein langer Spargel? Richtig! Am Meer ...also zu Punkt 2 unserer Besichtigungstour. Der Atlantik ist schon ne Klasse für sich und ist nicht mit dem Mittelmeer zu vergleichen. Immer reichlich Wind (zum Leidwesen unzähliger Raucherinnen) wunderbare, grosse fein sandige Strände und last but not least, richtige Wellen. Das ist genau was ich brauche! Natürlich noch ein kleines eiskaltes Bier in der nächsten Strandbar, wollte ich mal am Rande erwähnen.
Die Füsse meinten dann langsam aber sicher es würde für heute reichen, aber Punkt 3 musste noch sein. Speisekarten scannen und bewerten, was angesichts unserer Portugiesisch Kenntnisse nicht so einfach war. Aber satt wurden wir am Abend und der Fisch war einfach nur gut. Weiter so kann man da nur sagen.
Costa Nova war am nächsten Morgen unser Ziel. Man könnte die paar Kilometer auch an der Strasse entlang laufen, aber wozu gibt es den herrlichen Strand ? Eben, eine ausgedehnte Wanderung am Meer hat was für sich. Das Fischerdorf Costa Nova ist schon ne Klasse für sich. Die bunt gestrichenen Häuser vor blauem Himmel, eine Farbsymphonie und das Auge weiß nicht wo zuerst hinschauen. Wer mal in der Gegend ist, sollte sich unbedingt Zeit nehmen und alles ansehen. Im kleinen Hafen an der Kaimauer liegen bei Flut die kleinen Holzboote der Tangfischer mit ihrem charakteristischem hochgezogenem Bug. Diese sind mit bunten Motiven bemalt.
Aveiro
Irgendwann war dann auch mal gut mit Laufen. Das Wetter entwickelte sich leider auch nur suboptimal, sodass wir den Plan fassten weiter in den Süden zu fahren. Allerdings nicht ohne dem lusitanischen Venedig einen Besuch abgestattet zu haben. Ich würde mal sagen der Reiseführer hat da etwas übertrieben. Sicher gibt es da die Kanäle in der Stadt und die malerischen Fischerboote sehen schön aus. Auch die Jugendstil Fassaden der Häuser, die Azulejos, diverse Kirchen und Gebäude sind nicht zu verachten, aber irgendwann ist halt Schluss mit Kultur. Deswegen Ciao Nordportugal – und ein „Boa Tarde“ Süden - wir kommen.
