Braganca bis Porto

Die Morgensonne blinzelt freundlich durch das Hotelfenster in Braganca, als wir unsere Sachen in den Koffern verstauen. Somit sind wir bereit für die Weiterfahrt. Aber ohne ein paar Worte über diese schöne Stadt zu verlieren wollen wir nicht los fahren.

Die erste Nacht auf portugiesischem Boden und es gibt schon ein paar Dinge die uns positiv aufgefallen sind. Es scheint recht günstig hier zu sein. Das Doppelzimmer im Hotel IBIS kostet 37 Euro und war durchaus passabel. Das Essen war auch nicht teuer und von guter Qualität, Bier kostet 1,60 Euro (mein persönlicher Landespreisindex ist der Bierpreis) Muss ich mal jemand in Frankreich erzählen, wo das Bier schon mal 4 Euro kostet. Die lachen sich tot. Die Nutzung des I-Net PC im Hotel ist übrigens kostenlos. 

Braganca Braganca braganca

Und Braganca ? Sehr schöne sehenswerte Altstadt. Ebenso die auf einem Hügel über der Stadt gelegene Festung. Kostet 1,50 Euro Eintritt. Das Land wird mir immer sympathischer !

90 KM sind es bis Vila Real auf der sehr gut ausgebauten Strasse. Das Wetter kann man als gemischt bezeichnen, angenehme sonnige Abschnitte leider unterbrochen von einem ausgewachsenen Schütt. Was willste machen, ausser die Landschaft zu genießen. Die erste Tour seit langem ohne ein Dejà Vu Erlebnis, hier war noch keiner von uns, alles ist neu.

lamego

Lamego ist dann der nächste Ort an dem wir halten. Die Wallfahrtskirche mit ihren 600 Stufen und ihren wunderbaren Azulejos sind einen Besuch wert. What the hell sind Azulejos ? Das sind Kacheln, die man überall in Portugal sieht. Wie Teile eines Puzzles ergeben sie grosse Bilder an Hausfassaden, Kirchen oder Bahnhöfen. Schon über 500 Jahre wird diese Kunst in Portugal gepflegt. Absolut sehenswert sagt der erfahrene Tourguide! Nun aber genug Kultur, sonst lesen die Kulturbanausen unter uns nicht weiter. Wie gesagt, 600 Stufen führen bis zur Kirche hoch. Es geht aber auch ne Strasse um den Berg rum und schon war der Starterknopf der FJR gedrückt. Nur nichts übertreiben mit der Lauferei. Aber der Besuch der Kirche lohnt sich schon und der Blick von oben auf Lamego ist sicher nicht der Schlechteste.

Und es sollte noch besser kommen:

Das Dourotal

douro

 

Portwein ist eines der bekanntesten Produkte hier und wer hat´s erfunden ? Die Portugiesen !

Und wo wird dieser Wein angebaut ? Richtig … im Douratal. Neben dem genannten Portwein kommen hier auch ganz vorzügliche Weiss- und Rotweine her. Dem entsprechend sind in dem schmalen und steilen Tal alle Hänge mit den edlen Reben zugepflastert. Unzählige terrassierte Parzellen jeglicher Grösse, auf dem der leckere Rebensaft angebaut wird. Sieht echt toll aus und muss im Herbst ein atemberaubendes Farbenspiel sein, wenn die Blätter sich verfärben. Soviel erstmal für die Bacchusjünger unter uns.

Küferhemd ausgezogen und in die Kutte gezwängt. Nun mal was für die Zweiradartisten unter den Lesern. Um es kurz zu machen: Ein Traum zum Motorradfahren. Bergauf, bergab, knackige enge Kehren, gefolgt von weit geschwungenen Kurven. Wieso hab ich so was nicht vor der Haustür ?

porto

So um die 80 KM später waren wir in Porto, Hauptstadt des gleichnamigen Weins. Was ein Unterschied zum ruhigen und beschaulichen Tal des Douro. Überall Hektik und alles voller Leute. Dazu wurde es reichlich warm und das mit den dicken Moppedklamotten. Fällt man kaum auf zwischen all den kurzehoesentshirtflipflopmenschen. Eigentlich wollten wir ja die Stadt genauer ansehen … Weltkulturerbe. Ich war ja schon mal kurz hier und kann das bestätigen. Die Altstadt, die diversen Kirchen und sonstige Bauten, alles absolut sehenswert. Aber eben nicht in diesem Outfit.

porto

Die Brücke „Dom Luis I“ über den Douro ist sicher das markanteste Bauwerk der Stadt. Also ein paar Bilder gemacht und dann ab durch die Mitte

 

Wen es interessiert ... hier mal 2 Panorama Pics von Porto

mit der Maus ins Bild klicken ...dann lässt sich das Pano scrollen und vergrössern bzw verkleinern

 

und noch eins ...


 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren